Teich mit Wasserspiel

Leises Plätschern, glitzernde Wasserfläche…kaum etwas im Garten zieht uns mehr an, als ein Teich, Bachlauf oder ähnliches. Die Ausgangslage für diesen Teich war ein kleines Stück Wiese vor ein paar Sträuchern.

Der komplette Teich ist von mir alleine und ohne Maschinen gebaut. Kein Mini-Bagger oder ähnliches, nur der Spaten, Eimer, Schubkarre und ich. Allerdings habe ich auch einen dahingehend gnädigen Boden. Aufgrund meines Sand-Lehmbodens konnte ich auf 120 cm Tiefe buddeln, ohne eine Spitzhacke oder ähnliches bemühen zu müssen. Das ist andernorts unter Umständen natürlich viel schwerer bzw. eventuell auch per Hand schlichtweg unmöglich.

Um Platz zu gewinnen habe ich schweren Herzens zwei der Sträucher gefällt und als Sichtschutz (der sie ja waren) stattdessen eine „Totholzwand“ aus Ästen und Stämmen auf einem simplen Gerüst aus Pfosten mit einer Konterlattung errichtet.

An der tiefsten Stelle war der Aushub des Teiches bei 120 cm, was völlig ausreicht, denn auch mit Vlies, Folie und Sand darauf ist er in dieser Tiefe gegen ein komplettes Durchfrieren im Winter geschützt (Fische sollten sowieso auf keinen Fall in den Teich, es ging nur um sich hoffentlich von selbst ansiedelnde Tiere wie Amphibien etc.).

Im hinteren Teil wurde ein abgegrenztes Sumpfbeet angelegt. Der Zweck, es abzugrenzen liegt darin, dass ein Teich besser nährstoffarm sein sollte, um Algenbildung zu vermeiden, viele Sumpfpflanzen aber einen nährstoffreichen Boden brauchen. Daher ist es am besten, man grenzt diese Bereiche voneinander ab und verbindet sie nur mit einer Böschungsmatte, die das Wasser vom Teich in den Graben saugt. So wird der Sumpf mit Wasser versorgt, aber die Nährstoffe bleiben im Sumpf und das Teichwasser nährstoffarm.

Die Abdichtung erfolgte in diesem Fall mit Folie. Ja, leider nicht die ökologischste Variante, aber Abdichtungen mit Ton wären von mir selbst nicht realisierbar gewesen. Dazu hätte ich eine Fachfirma beauftragen müssen und das lag jenseits des Budgets.

Was allerdings wichtig ist, dass am fertigen Teich keinerlei Folie mehr sichtbar ist. Oft wird dies durch einen „Steinwulst“ rund um den Teich gelöst, was bedeutet, es werden so viele Steine auf die Folie gelegt werden, dass man sie nicht mehr sieht. Ein solcher Wulst wirkt allerdings wenig natürlich und in meinen Augen auch wenig schön. Daher habe ich die Teichfolie mit Verbundmatten belegt und mit Trasszement verputzt.

Man kann mit dieser Technik einen ganzen Teich panzern, in diesem Fall habe ich es aber nur am Uferrand und an den Steilhängen angewandt und ansonsten mit Sand beschichtet. Durch das Verputzen ergibt sich auch eine saubere Kapillarsperre, so dass kein Wasser aus dem Teich gezogen wird.

Hier sieht man den Teich etwas eingewachsener. Die anfangs kahle Böschungsmatte hat sich begrünt und fügt sich jetzt natürlich in die Uferrandgestaltung ein.

Und hier noch ein Bild vom Sumpfgraben aus dem März, wenn die Pflanzen heruntergeschnitten sind. Später, wenn die Pflanzen ausgetrieben sind, ist vom Graben kaum noch etwas zu sehen.

Wie man sieht funktioniert die Ufermatte sehr gut. Der Wasserspiegel ist genauso hoch wie im Teich, aber die nährstoffreiche Erde aus dem Sumpfgraben verunreinigt das Teichwasser nicht.

Und wie fast überall bei mir, liegt noch etwas Altholz für die Insekten herum, in diesem Fall auf Steinen, damit es trocken bleibt.

Einen kleines aus einfachen Platten und Steinen selbstgebautes Wasserspiel ergänzt den Teich. Die Pumpe wird unabhängig vom Stromnetz über ein Solar-Panel auf dem Schuppendach betrieben.

Und da man den Zauber von bewegtem Wasser nicht so richtig auf ein Foto bekommt, gibt es hier noch ein kleines Video:

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